• Heilarbeit - Heilung für die Seele - auch in Paarsitzungen und Paartherapie

Heilarbeit – Heilung der Seele

Klassische Heilarbeit in meiner Praxis

Heilarbeit ist KEIN Zauber

Heilarbeit - Seele in Heilung begriffenIn diesem Abschnitt meiner Website breche ich eine Lanze für die Heilarbeit, deren Prinzipien für mich und meine Arbeit auf meinem Lebensweg leitend sind.

Heilarbeit kann vieles sein. Wir werden vielleicht auf unserem Lebensweg bei einem philippinischen christlichen Wunderheiler oder einem Inuitschamanen körperliche Heilung von einer Krankheit erfahren. Wir werden vielleicht seelische Heilung finden, als Weg- und Berufungsfindung durch eine Visionquest eines Lakotaindianers oder in den Lehren eines tibetischen Lamas. Oder wir werden im Lebensweg vielleicht psychische Heilung durch einen Heilpraktiker, Priester oder Psychotherapeuten finden.

All diese Heiler haben in ihren Herangehensweisen Ähnlichkeiten. Ich unterscheide nicht zwischen körperlichen, psychischen oder seelischen Heilkünstlern. Mir liegt die Basislinie der Heilarbeit am Herzen, nicht ihr Einsatzbereich oder das Phänomen. Heilarbeit ist kein Geheimwissen, das Wunder der Heilung der Seele uns allen zugänglich. Wir alle tragen den Kern dafür in uns, Heilung zu empfangen und Heilung zu geben. Und über die Jahrzehnte fielen mir immer mehr die Gemeinsamkeiten verschiedener Heiler und Heilvorgänge auf. Die bunte Welt der spirituellen Heilkunst verdichtete sich immer mehr auf wenige Elemente, welche wirklich zum Wunder der Heilung führen und die allen Künsten gemeinsam waren. Diese fasse ich in den GEBOTEN DER HEILARBEIT auf dieser Website zusammen.

Heilarbeit ist die Basis

Der Fluss des Lebens

Stimmigkeit: Im Fluss des Lebens schwimmen

Ich bin davon überzeugt, dass es so etwas wie einen besten, einen „stimmigen“ Weg für einen jeden Einzelnen von uns gibt. Das Gesamtbild unseres Weges können wir nicht überblicken. Der gesamt Werdegang unserer Seele steht hinter uns und unsere gesamten Potenziale vor uns. Wir stehen im Hier und Jetzt, mit ein bisschen Wissen, wo wir herkommen und fast keinem Wissen, wo wir hingehen. Doch uns wurde das Empfinden der „Stimmigkeit“ geschenkt.

Und doch können wir einen optimalen Weg in unserem Leben gehen. Schritt für Schritt, von Moment zu Moment. Das Einzige, was es dazu braucht, ist ein Gefühl für den Fluss des Lebens – ein Gefühl das das, was wir gerade tun instinktiv richtig, „stimmig“ ist.

Ich möchte mit dem Leser ein Bild zur Einheit, als Weg zum Glück und glücklich sein teilen: Gott ist der Fluss in dem wir mitfließen. Und unsere Seele wie eine Schneeflocke im Wasser, mit einer eigenen Form, und doch durchtränkt mit der Essenz des Lebens, der Liebe, der Freiheit. Eigenständig und doch verbunden. Bis wir wieder geschmolzen sind und ganz zu Wasser werden. Und das ist im Kosmos nur ein Wimpernschlag. Die Existenz ist überall. Um uns, in uns, einfach allgegenwärtig. Und so geschieht auch Heilarbeit überall, wo wir dem Wirken der Existenz eine Chance geben.

Religion und Spiritualität

Religion und Spiritualität sind zwei paar Schuhe. Religion ist eine Form, ein Set von Verhaltensregeln und Riten, welche sich eine Gruppe von Menschen erschaffen hat. Sie versucht durch Übungen und Gebote zum Bewusstsein des Einheitszustandes, zur Glückseligkeit, zum Weg zum Glück, also zum glücklich sein zu finden. Spiritualität ist jedoch völlig unabhängig von jedweder Religion, denn sie kommt aus dem eigenen Herzen. Natürlich kann sie an eine oder mehrere Religionen gekoppelt sein, aber sie kann nur unmittelbar zu einem selbst gehören. Alltäglich, erfahrbar, persönlich, unantastbar, lebendig und menschlich. Spiritualität ist etwas ganz natürliches – die Nahrung unserer Seele.

Unser Radar: Die Stimmigkeit der Stimme des Herzens

Wie halten wir unser Leben in der Spur, im Fluss des Lebens? In meiner Vorstellung sind wir alle in einer riesigen Vernetzung des „world-spirit-web“ miteinander verbunden. Intuitionen, Eingebungen und „plötzliche Einfälle“ stellen den für uns momentan besten Link her. Wir sind somit befähigt, zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort den für uns besten nächsten Schritt zu gehen. Das einzige, was wir dazu brauchen, ist zum einen ein wenig Ruhe und Sensitivität, um diesem Feingefühl, das manche „Innere Stimme“ oder „Stimme des Herzens“ nennen, zuzuhören. Wir alle haben ein Gespür für „Stimmigkeit“ für unsere Handlungen im Leben. Und dieser innere Führung ist genau das worum es hier geht.

Unsere Hingabe: Der Mut zum Leben und uns zu leben

Doch Stimmigkeit fühlen reicht alleine noch nicht. Wir brauchen zum anderen auch eine Portion Mut, um abseits aller Logik etwas zu tun, weil es sich einfach nur gut – sich satt und stimmig anfühlt. Haben wir den Mut, dem Radar unserer inneren Stimme zu folgen, suchen wir aufrichtig die „Stimmigkeit“, auch wenn unser Kopf ängstlich dazwischen schießt, dann folgen wir immer tiefer unserem eigentlichen Lebensweg und schwimmen immer besser im Fluss des Lebens.

Und ein jeder Lebensweg einer jeden Seele ist vollkommen individuell. Es gibt keinen anderen Menschen auf der Welt, der uns über unseren Weg belehren könnte. Sind wir mutig genug, ihm mit Hilfe der Stimmigkeit zu folgen, dann beschenkt uns das Leben mit einem Beruf für unsere Berufung, mit einem Partner, der wirklich zu uns passt und lässt uns unser Leben immer mehr für das verwenden, was im Einklang mit unseren tiefsten Bedürfnissen liegt. Das nennt man dann Glück, das bedeutet, Heil zu sein und munter wie ein Fisch im Fluss des Lebens zu schwimmen.

Leid entsteht

Leid entsteht, wenn die Ratio regiert

Die Buddhisten sagen: „Schaue wie das Leben kommt, wie es sich verändert und wie es wieder geht.“ Würden wir unser Leben und unser Erleben so unmittelbar umsetzen, wären unsere Seele ewig im Fluss. Doch das tun wir nicht. Unsere Ratio, das Geplapper unseres Denkens kommentiert und bewertet einen jeden Schritt den wir tun, ein jedes Gefühl das wir haben, einen jeden Menschen den wir treffen … ständig. Unsere Vernunft bewertet den Fluss mit: Das ist zu intensiv!“, „Das darf ich nicht sein!“, „Das will ich unbedingt haben!“ oder „Das ist nicht normal!“.

Denken stoppt das Erleben

Übernimmt die Ratio das Feld komplett, manipuliert sie den Fluss des Erlebens. Dann stemmen wir uns mit aller Kraft gegen den natürlichen Verlauf der Dinge:

  • Statt zu sehen wie die Dinge kommen, wollen wir ES nicht erleben, weil es zu intensiv, gefährlich oder neu ist. Wir versuchen den Fluss zu stoppen, kämpfen gegen ihn an, laufen davon. Es kommt zu einer Stagnation.
  • Satt zu sehen, wie die Dinge sich verändern, wollen wir es anders erleben. Es ist zwar OK, dass es da ist, aber bitte nicht so! Wir machen, tun, bremsen, beschleunigen, manipulieren, begradigen und biegen den Fluss.
  • Statt zu sehen, wie die Dinge gehen, wollen wir alles behalten, an was wir uns so mühsam gewöhnt haben, aus Angst vor dem Verlust und dem Neuen.
Gegen den Fluss des Lebens

In all diesen Fällen arbeiten wir gegen den Fluss des Lebens – nur aus einem Konzept unseres Hirns wie es „anders sein sollte“. Die Folgen sind vielfache:

  • Es bilden sich Blockaden als Staudämme, hinter denen sich ungelebtes Erleben staut – oft als Emotionen, Sehnsüchte und Ängste.
  • Unser Leben wird sehr anstrengend, denn ein jedes Schwimmen gegen den Strom und Halten von Dämmen verbraucht viel Kraft.
  • Unser Leben wird grauer, denn mit dem Verneinen des Erlebens verblassen die Farben.
  • Wir kreieren immer mehr Widerstand gegen Hingabe. Ein generelles „Nein“ entsteht, eine tiefe Abwehrhaltung.
  • Wir halten immer mehr am Bewährten fest, leben immer mehr in einem Käfig der Kontrolle.
  • Wir erzeugen emotionalen und körperlichen Schmerz in tiefster Seele.
  • Unterdrückte Emotionen wenden sich gegen uns oder Dritte, verdeckt oder explosiv.
Ratio erschafft Probleme und „schlimmes“ „Leid“

Wir stauen immer mehr weggesperrtes Erleben, Emotionen, Bedürfnisse oder Verhalten. Und damit wir diese Lebensberaubung nicht fühlen müssen, erzeugt unser Verstand „Probleme“. Probleme sind nichts anderes als verpackte Erklärungen für die unliebsamen Erlebenszustände. Und diese Problempäckchen fügen uns dann „Leid“ zu, sind „schlimm“, „schwer“, „schwierig“ und wir „schlecht drauf“. Alles nur Konstruktionen der Ratio, alles nur ein Überbau zur Ablenkung vom Eigentlichen. Eine Umkehr von Ursache und Wirkung, denn ein Erleben ist nie schlimm – nur dessen Verdrängung tut höllisch weh. Und damit wir uns nicht einmal damit beschäftigen müssen, suchen wir Schuldige in uns oder im Gegenüber und versuchen die Verantwortung für unser „Leid“ loszuwerden. Scham, Schuld, Anklage, Reue, Neid, Eifersucht, Selbstverurteilung oder Arroganz sind nichts weiter als Ablenkungsmanöver vom Pudels Kern – von uns!

Die Abkehr vom Leid

Die Umkehr des Leidensprozesses ist einfach nur die Rückkehr zum freien Fluss des Lebens.

„Lebens ist das, was passiert, während wir denken.“ (Wilhelm Busch).

Irgendetwas ist in unserem Leben passiert, dass wir nicht mehr bereit waren, mit dem Gang des Lebens mitzufließen. Die Abkehr vom Leid bedeutet die Abwendung vom selbstbezogenen problemmachenden Denken hin zum lebendigen Erleben, liebevollen Kontakt und bewussten Sein. Das Denken gibt das Zepter zurück an die Seele. Wir kehren zurück zu uns Selbst und zu Gott zugleich – schlichtweg zum Sein. Das ist das Wunder der Heilung.

Was macht Heilarbeit?

  • Einen Raum schaffen, wo das Wunder der Heilung geschehen kann.
  • Rituelle Rahmenbedingungen setzen.
  • Beten – Kräfte einladen, die eine Heilung bewirken.
  • Channeln und andere Informationen empfangen.
  • Präsent bleiben, offen, unmittelbar, anwesend.
  • Bedingungslos lieben und alles umarmen, was ist.
  • Den weg der Seele stützen – nicht der Persönlichkeit.
  • Mit seiner Technik das irdische Erleben und den Körper stützen.

Die Kraft hinter einer jeden Technik

Im Lauf der Zeit wurde mir klar, dass es für die Tiefe einer Heilung recht irrelevant ist, ob der Heiler im Schamanengewand wild um den Klienten tanzt, der Weißgewandete heilige Formeln spricht oder ein Hinterhofheiler im Monteuranzug in seiner Garage bei Kindergeschrei eine chiropraktische Heilbehandlung gibt. Die Technik tritt in den Hintergrund und ist auswechselbar – das Wunder der Heilung ist dagegen immer das selbe. Heilarbeit ist die Basis, die Nahrung der Seele.

Die faszinierendsten Heiler, die ich traf, waren meist die unspektakulärsten in ihrem Auftreten und die tiefgreifendsten in ihren Behandlungen. Daher habe ich es mir erlaubt, im Einklang mit anderen Heilern, im nächsten Abschnitt so etwas wie die „16 Gebote guter Heilkunst“ aufzustellen. Einfach als das, was mir immer wieder bei den Besten der Gilde auffiel und hinter all den Phänomenen steht. Heilkraft bleibt die Kraft hinter einer jeden Technik – nie die Technik selbst…

Psychotherapeuten handeln,

Heilarbeit (HA) und Psychotherapie (PT) zweigen erst einmal beide innere Reisen zum Heil des Menschen, sind aber in einigen Punkten recht verschieden. Wenden wir uns erst einmal dem Menschen zu, der in beiden Fällen dahinter steht.

Der Psychotherapeut hat eine lange Ausbildung hinter sich, in der er eine systematische Herangehensweise an eine psychische Erkrankung erlernt hat, die er strukturiert und sehr bewusst beim Patienten anwendet. Er „tut“. Je versierter er in seiner Methode ist, je mehr Erfahrung er hat, umso effektiver ist seine Arbeit. Und je mehr verschiedene Methoden er in Petto hat, umso größer wird sein Spektrum der zu behandelnden Störungen sein. Seine Arbeitsgüte steigt mit seiner Erfahrung und seiner eigenen Introspektionsfähigkeit. Grenzen sind ihm hier durch seine Konzepte gesetzt, wie eine Behandlung zu verlaufen hat – so kann er nicht alle inneren Reisen unterstützen.

und Heiler SIND ...

Der Heiler hat eine Initiation in seinen Kanal erfahren. Dies ist manchmal ein „Glückstreffer“ gewesen (kurzes einschneidendes Erlebnis, danach „beleuchtet“), meist aber ein langer Weg der Selbst- und Gotteserfahrung, zur Einheit. Entscheidend für die Effektivität seiner Heilarbeit-Behandlungen ist seine Fähigkeit, sich auf das Unbekannte einzulassen, sich einem Prozess hinzugeben – die äußeren und inneren Reisen des Klienten zu unterstützen. im Gegensatz zum Psychotherapeuten „nicht zu tun“, sondern nur natürlichen Impulsen aus dem Moment zu folgen. Grenzen sind ihm jedoch genauso wie dem Therapeuten gesetzt, hier jedoch vor allem durch seine Ratio, welche ihn in verstandesmäßig bekanntes und somit sicheres Gewässer leiten möchte – und somit oft weg von dem, was wirklich JETZT geschehen will oder soll. Manche inneren Reise seines Klienten wird er mit seiner Ratio verhindern.

Heil auf allen Ebenen

Die Einheit - Einfach nur SEIN

Heilarbeit - Mit der Seele seinJe mehr wir dem Fluss, dem Wege zum Glück folgen, je mehr wir transparent werden für das Leben, umso mehr erleben wir den Einheitszustand und das glücklich sein. Er wurde seit Jahrtausenden in spirituellen und religiösen Büchern beschrieben. Tausende von Techniken der Meditation, Trance, Rituale etc. wurden entwickelt, um ihn zu erreichen. Und je näher wir ihm kommen, umso mehr fallen von uns die Probleme ab, welche eine einseitige Sichtweise auf die Dualitäten des Lebens mit sich bringt:

  • Das Ende der Selbstmanipulation des eigenen Erlebens, denn man IST einfach.
  • Das Ende der Bewertungen des Erlebens nach gut-schlecht, richtig-falsch, denn man IST einfach.
  • Das Ende sich bessern zu müssen, jemand zu genügen oder einfach anders sein zu müssen, denn man IST einfach.
  • Das Ende der Sehnsucht, denn wir sind schon da, es gibt nirgendwo mehr hinzugehen – wir SIND einfach.
  • Das Ende des festhalten Wollens schöner Empfindungen und Momente, damit es nicht aufhört – wir SIND einfach offen für weitere.
  • Das Ende des Wegmachen Wollens unliebsamer Empfindungen und Momente, um sich „besser zu fühlen“ – wir SIND mit unseren Schatten.
  • Das Ende der Suche nach „Glück“, „Licht“, „Erleuchtung“ oder dem „Positiven“ – denn nur Alles zusammen ist wertvoll – wir SIND einfach nur.
  • Das Ende der Suche im Außen, denn Außen und Innen ist das selbe – es macht keinen Unterschied – wir LEBEN einfach.
  • Der Beginn des grundlosen Glücklichseins.
  • Der Beginn das Meer unter all den Wellen der Emotionen und Gedanken zu erleben – was man Gelassenheit nennt.
  • Der Beginn der Unendlichkeit und des wahren Momentes. SEIN …
Wege zum Glück?

Wie können wir glücklich sein? Meiner Erfahrung beginnt das Glück dann, nachdem wir es aufgegeben haben Wege zum Glück zu suchen. Je verbissener wir Wege zum Glück gesucht haben, umso mehr sind sie uns entglitten. Mit dem Glücklich sein ist es wie mit der Liebe oder der Spiritualität. Das Glück, die Liebe und die Spiritualität kommen, wenn wir aufhören ihnen hinterher zu jagen. Sie kommen, wenn wir aufhören etwas sein zu wollen – und stattdessen einfach nur sind. Jeden Moment…

Die Dualität - Gesunde Seele, gesundes Ego

Heilarbeit - Seele und PersönlichkeitWer bin ich? Auf der letzten Seite hab ich die Welt aus den Augen des Einheitsbewusstseins geschildert. Auf der Ebene der Dualität dagegen haben wir es immer mit Polen zu tun. Mann & Frau, Gott & Teufel, Gut & Böse, Weiß & Schwarz, Oben & Unten … ich könnte endlos so weiter machen. Doch wie wirkt sich das auf unser Wesen – unser ICH aus? Ich wage hier eine Beschreibung unseres ICHs aus der Dualität von Ego & Seele:

Mein persönliches Bild eines gesunden und glücklichen Menschen ist eines mit einem starken gesunden Ego und einer getragenen wunderbar entfalteten Seele. Ego & Seele gehen Hand in Hand. Krankheit entsteht, wenn wir eine Seite vernachlässigen. Dann fällt entweder unser Bewusstsein für unser Seelenleben über Bord und wir werden eine antisoziale Egosau. Oder unser Ego geht über Bord und wir werden abgehobene Windeier. Eine starke Persönlichkeit und eine starke Seele sind gleichermaßen wichtig. Zur Illustration:

Heilarbeit - Seele und EgoDas Ego

Die irdisch-bodenständige Seite unseres ICH wird von unserem Ego gestützt. Das Ego will im Gegenteil zur Seele bewahren, festhalten, machen und kontrollieren. Vieles vom männlichen Prinzip in uns. Das ist wichtig, denn sonst würden wir mit unserer Seele allein unsere Form nicht bewahren und förmlich zerfließen.

Das Ego unterstützt uns eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten auszubilden und einen starken „Charakter“ zu haben. Es hilft uns gegen Widerstände im Leben aktiv anzugehen, zu kämpfen und uns zu behaupten. Und es hilft uns aktiv die Welt zu verändern – Spuren in den Sand der Zeit zu ziehen – egal ob im Sinne des großen Ganzen oder nicht. Ohne ein Ego hätten wir keine persönliche Macht das zu tun, was wir für richtig halten.

Die Seele

Die kosmisch freilassende, hingebende und auflösende Seite unseres Wesen wir von unserer Seele unterstützt. Wie das Ego hat auch sie eine Einmaligkeit und Form. Aber sie tendiert mehr zum auflösen, loslassen, hingeben und folgen. Vieles vom weiblichen Prinzip in uns. Das ist wichtig, denn sonst würden wir verhärten und erstarren – ohne jeglichen Wandel.

Die Seele unterstützt den Fluss mit dem Leben, das sich treiben lassen können und mitfließen können in jeglicher Hinsicht. Die Seele braucht Hingabe – das Gegenteil der Kontrolle des Ego. Und sie schwimmt im Meer des Spirit, der göttlichen Energie, der allgegenwärtiger Liebe – je nachdem welches Bild dem geneigten Leser am nächsten ist. Die Seele unterstützt das Sein – nicht das Tun.

Das schönste Bild was mir über die Seele begegnet ist, ist das folgende: „Die Seele ist wie eine Schneeflocke im Wasser“. Sie hat eine völlig individuelle Form und zugleich ist sie von Wasser des Spirit durchtränkt. So ist unsere Seele zugleich einmalig und gleichzeitig eins mit dem großen Ganzen ist. Dank unserer Seele behalten wir die Anbindung an das große Ganze und vergessen nicht, dass wir nur eine Flocke sind.

Die Trias - Liebe, Kraft und Bewusstsein

Heilarbeit Trias - Liebe, Kraft & BewusstseinWir sind zwischen den beiden Polen unserer irdischen Dualität wie entlang einer unendlichen vertikalen Linie zwischen Himmel und Erde aufgespannt, in einem riesigen Energiefeld. Hierin bewegen wir uns, hier sind unsere Charaktereigenschaften zu Hause, unser Bezug zur Umwelt, unsere Kontaktfähigkeit, unsere Fähigkeit zu Lautheit und Stille, unser Weg.

Dieses Feld hat den Verlauf eines Regenbogens, unendlich bunt. Viele Völker haben Erfassungssysteme dafür entwickelt wie: Energiekörper, Auraschichten oder Chakrensysteme. Alles als Versuche, die unterschiedlichen Qualitäten zu erfassen. Manche haben die Dualität in eine Trias geführt (Dreifaltigkeit), manche ein Vierersystem entwickelt (vier Himmelsrichtungen), manche ein Fünfersystem (fünf Elemente), andere ein Siebnersystem (sieben Chakras) und so weiter. Da man die Ausdifferenzierung bis zum Exzess betreiben kann, belasse ich es hier bei einer praxisnahen Dreigliederung mit Anmerkung der 5 Elemente. In meinem Buch über die 28 Chakren beschreibe ich dann unser Energiewesen sehr detailliert auf vielen Ebenen. Doch hier geht es darum: Kraft erweitern – Liebe erweitern – Bewusstsein erweitern

Die Kraft

Heilarbeit Trias - KraftDie Kraft ist der Erde und unserer Persönlichkeit (dem gesunden Ego , unserem „Alltagscharakter“) am nächsten. Die Elemente Erde und Feuer sind hier wesentlich, Luft kommt als bestimmender Mind mit dazu. Körperbereiche ab der Körpermitte abwärts stehen immer stärker unter dem Einfluss der Kraft. Die Erde verbindet uns mit Urkraft, Animalischem, Standing, materieller Fülle und Arbeitskraft. Das Feuer symbolisiert Leidenschaft, Lust, Power, Action. Und die Luft Willenskraft.

Die Liebe

Heilarbeit Trias - LiebeDie Liebe ist unsere Mitte – auch wenn das die Pyramide nicht angemessen zeigt – und unserer Seele am nächsten. So wie das Herz eine zentrale Lage im Körper hat, so hat die Liebe die zentrale, alles verbindende und integrierende Eigenschaft. Sie vereint oben und unten. Neben Wasser gehören auch das Feuer der Leidenschaft und der Äther der Intuition zu ihr. Liebe ist Kontakt, Gemeinschaft, Nähe, Integration, Umarmung von Allem, Wärme, Selbstoffenbarung, Vertrauen und vieles mehr. Sie balanciert unser Wesen zwischen den Polen des Himmels und der Erde aus, sorgt für unser seelisches Wohlergehen. Wenn etwas in unserem Leben nicht stimmt, merken wir es immer zuerst am Abhandenkommen der Liebe – genauso wie sie uns den richtigen Weg weist.

Das Bewusstsein

Heilarbeit Trias - BewusstseinDas Bewusstsein ist dem Himmel und Gott am nächsten. Die Elemente Luft und Äther sind hier für uns noch greifbar. Qualitäten wie Kreativität, Schaffenskraft, Intuition, Humor oder Intellektualität stehen mehr für die Luft. Anwesenheit (Hier!), Präsenz, Integrität, Unmittelbarkeit, Wahrhaftigkeit, Gegenwärtigkeit (Jetzt!) und Frieden mehr für Äther. Letztendlich lösen sich hier aber alle Dualitäten auf und die Elemente verschwinden. Raum, Stille, Zeitlosigkeit, Unendlichkeit beginnen. Ein Zustand den Mystiker und Spirituelle mit „Void“ bezeichnen – der „vollen Leere“.

Power, Liebe und Bewusstsein bilden eine Einheit

Die drei Lebensspender der Kraft, der Liebe und des Bewusstseins spannen uns zwischen Erde und Himmel auf. Und alle wollen gelebt werden! Bauen wir unser Leben auf nur einer Säule, sind wir wie eine Rakete mit nur einem gezündeten Triebwerk – wir drehen uns im Kreis. Wir machen dabei zwar mächtig Lärm, kommen aber nicht weiter – bis wir ausglühen.

Kraft ohne Liebe macht hart. Kraft ohne Wahrheit macht asozial. Bewusstsein ohne Kraft ist abgehoben, Liebe ohne Kraft zahnlos. Bewusstsein ohne Liebe scharf wie ein Messer und Liebe ohne Bewusstsein nur nett und lieblich. Das Heil liegt letztendlich in allen Dreien zugleich.

Also: Kraft erweitern – Liebe erweitern – Bewusstsein erweitern